Ein Hauch von Rhein in Flammen wehte gestern Abend durch die Rheinwiesen: So wurde nach vier Jahren Abstinenz das traditionelle Abschlussfeuerwerk der Uerdinger Kirmes wieder vom Mündelheimer Ufer aus abgeschossen. Den Brandschutz stellten am Rande der Veranstaltung die Freiwillige Feuerwehr Krefeld Löschzug Uerdingen (linksrheinisch) und der Löschzug 750 (rechtsrheinisch) sicher. Dabei wurden die Mündelheimer Einsatzkräfte in unmittelbarer Nähe des Abschussplatzes eingesetzt. Glücklicherweise kam es zu keinen Zwischenfällen, sodass die Feuerwehrleute den Anblick des Feuerwerks genießen konnten.

Einen kleinen Eindruck des Himmelsspektakels haben die Einsatzkräfte auf einem Video festgehalten, das auf der Facebook-Seite des Löschzuges 750 zu finden ist.

Am Samstagvormittag wurde der Löschzug 750 gemeinsam mit der Taucherstaffel der Berufsfeuerwehr und dem Rettungsdienst zu einer Schiffshavarie südlich von Rheinheim alarmiert. Dabei war ein Hausboot auf Grund gelaufen, verletzte Personen wurden glücklicherweise nicht gemeldet. Allerdings befand sich die Einsatzstelle am linksrheinischen Ufer, sodass ein Eingreifen der Duisburger Einsatzkräfte nicht möglich war und diese wieder einrücken konnten.

     

Der Löschzug 750 wurde eine Stunde nach dem letzten Einsatz erneut alarmiert. Diesmal wurde eine Ölspur in einem Kreuzungsbereich der örtlichen Bundesstraße gemeldet. Diese begann auf dem Seltenreich kurz vor der Einmündung in die Krefelder Straße und erstreckte sich in Fahrtrichtung Krefeld weiter auf einer Länge von rund 200 Metern. Durch die Feuerwehr wurde die Ölspur mit Bindemitteln abgestreut und so die Gefahrenstelle beseitigt.

    

Das Auslösen einer Brandmeldeanlage eines Seniorenheims an der Sermer Straße führte am Sonntagmittag zur Alarmierung der Löscheinheit 7 und des Löschzuges 750. Durch die Kräfte des Löschzuges Mündelheim wurden die betreffenden Räumlichkeiten revidiert. Dabei wurde festgestellt, dass der Brandmelder im Küchenbereich eines Appartments durch Wasserdampf ausgelöst wurde. Ein Eingreifen der Feuerwehr war somit nicht notwendig. Nachdem die Brandmeldeanlage wieder zurückgestellt wurde, rückten die Einsatzkräfte wieder in ihre Standorte ein.

    

Bevor der Löschzug 750 am gestrigen Abend zu zwei Einsätzen (Person in Wasser und Bodenfeuer) ausrücken musste, fand die wöchentliche Übung statt. Angenommen wurde, dass ein Kind beim Spielen unter einem Anhänger eingeklemmt wurde. Zunächst wurde der Anhänger gegen ein Wegrutschen gesichert, indem er mit Unterlegkeilen fixert und mit Formhölzern unterbaut wurde. Anschließend wurde der Anhänger mit Hebekissen vorsichtig angehoben, damit das Kind – welches wie immer hervorragend vom löschzugeigenen Dummy Paul immitiert wurde – gerettet werden konnte.

In der vergangenen Woche standen dagegen mit dem Saugen aus offenen Gewässern und der Wasserförderung über lange Wegstrecken gleich zwei Themen auf dem Dienstplan. Als Lage wurde hierbei ein Flächenbrand in den Rheinwiesen angenommen. Über eine tragbare Pumpe musste das Löschwasser aus dem Rhein entnommen und über mehrere hundert Meter zur Einsatzstelle gefördert werden.

    

    

Die Kräfte des Löschzuges 750 hatten sich gerade wieder einsatzbereit gemeldet, als die nächste Alarmierung folgte. An der Krefelder Straße wurde der Feuerwehr Duisburg in Höhe der Kleingartenanlage „Ehinger Berg“ eine Rauchentwicklung aus einem Waldstück gemeldet. Bei der Revision wurde ein Lagerfeuer als Ursache für die Rauchentwicklung festgestellt.  Ein Eingreifen des Löschzuges war nicht nötig, sodass die Einsatzkräfte schnell wieder einrücken konnten.

Wie schon in der Vorwoche wurde der Löschzug 750 auch diesen Donnerstag unmittelbar nach seiner wöchentlichen Übung alarmiert. Diesmal wurde der Feuerwehr Duisburg in Höhe des Wasserwerkes Ehingen eine im Rhein treibende Person gemeldet, woraufhin die Feuerwehr und der Rettungsdienst mit einem Großaufgebot ausrückte. Südlich des Wasserwerkes konnten Einsatzkräfte des Löschzuges 750 den Schwimmer antreffen, der aus eigener Kraft ans Ufer gelangte. Dieser wurde bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes betreut und an diesen übergeben.

Das Tief „Xavier“ zog am Mittwoch mit Starkregen und heftigen Windböen über den Norden Nordrhein-Westfalens. Dabei sorgte es insbesondere am Niederrhein und im Ruhrgebiet für dutzende Feuerwehreinsätze. Auch der Löschzug 750 wurde am frühen Abend – nur eine halbe Stunde nach dem letzten Einsatz – zu einem Sturmschaden nach Ehingen gerufen. In der Straße „Im Eichwäldchen“ lag ein umgestürzter Baum quer über der Fahrbahn. Dieser wurde mit einer Kettensäge zerkleinert und anschließend beiseite geräumt.

    

 

Am späten Mittwochnachmittag löste in einem Seniorenheim an der Sermer Straße die Brandmeldeanlage aus. Nach wenigen Minuten erhielt die Feuerwehr durch den Betreiber die Rückmeldung, dass es sich um einen Fehlalarm handele. Trotzdem fuhr ein Fahrzeug die Einsatzstelle an, um die betreffenden Räumlichkeiten zu revidieren und die Brandmeldeanlage zurückzustellen. Für alle weiteren anrückenden Kräfte wurde der Einsatz abgebrochen.

Am Sonntagabend wurde der Löschzug 750 alarmiert, um eine etwa 3,5 Kilometer lange Ölspur abzustreuen. Diese erstrecke sich von den Rheinwiesen über die Bundesstraße 288 bis hin zum Parkplatz des Berufskollegs Krefeld-Uerdingen. Großflächiger musste die Kraftstoffspur dabei vor allem auf der Duisburger Seite der Rheinbrücke sowie auf dem dortigen Parkplatz abgestreut werden. Zur Gefahrenbeseitigung setzte die Feuerwehr rund ein Dutzend Säcke Bindemittel ein.