Gestern absolvierten rund 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Feuerwehrschule der Stadt Duisburg die Abschlussprüfung des Truppmann-Moduls 1, darunter drei Kameraden des Löschzuges 750. Die theoretische sowie die praktische Prüfung konnten alle angehenden ehrenamtlichen Feuerwehrleute bestehen. Gleichzeitig konnten sie damit den ersten von zwei Teilen der Grundausbildung erfolgreich abschließen.

An dieser Stelle gratuliert der Löschzug 750 allen Kameradinnen und Kameraden zum bestandenen Lehrgang und dankt den Ausbildern für ihre Arbeit!

Am vergangenen Donnerstag wurde im Rahmen der wöchentlichen Übung ein Anwärterdienst zum Thema Brandbekämpfung durchgeführt. Hierbei vermittelten die erfahrenen Einsatzkräfte den neuen Kameraden die Grundlagen zu Einsatztaktiken und stellten ihnen die wichtigsten wasserführenden Armaturen vor.

Um den korrekten Umgang mit diesen zu erlernen, wurde eine Übung durchgeführt, bei der die angenommene Lage ein Flächenbrand südlich von Rheinheim war. Zunächst ging der Angriffstrupp unter Atemschutz mit einem C-Hohlstrahlrohr zur Brandbekämpfung vor, während der Wasser- und der Schlauchtrupp eine Wasserversorgung aufbauten. Im weiteren Verlauf der Übung wurden die beiden übrigen Trupps ebenfalls zur Brandbekämpfung eingesetzt, sodass nachher Wasser aus gleich drei C-Hohlstrahlrohren abgegeben wurde.

Nach einer kurzen Unterbrechung wurde anschließend noch ein B-Hohlstrahlrohr vorgenommen. Dieses wird aufgrund der hohen Durchflussmengen in der Regel nur bei Großbränden verwendet und kommt entsprechend selten zum Einsatz. Umso wichtiger ist es, dass schon früh regelmäßig die richtige Handhabung mit dem B-Hohlstrahlrohr geübt wird.

Nachfolgend sind sechs Bilder des Dienstabends mit Erläuterungen zu finden:

Bild 1: Der Maschinist ist Fahrer und zu seinen Aufgaben gehören unter anderem die Bedienung der im Einsatzfahrzeug eingebauten oder mitgeführten Aggregate sowie der im Heck eingebauten Feuerlöschkreiselpumpe.

Bild 2: Erfahrene Einsatzkräfte vermitteln den Neulingen den korrekten Umgang mit den wasserführenden Armaturen: hier wird ein Löschangriff mit dem C-Hohlstrahlrohr, das von einer Einsatzkraft vorgenommen werden kann, vorbereitet.

Bild 3: Volles Rohr: gleich drei Trupps bekämpfen mit C-Hohlstrahlrohren einen fiktiven Flächenbrand.

Bild 4: Im Gegensatz zu einem C-Strahlrohr ist die Rückkraft bei einem B-Hohlstrahlrohr wesentlich stärker. Mit einem sogenannten Stützkrümmer, der vor jedem B-Hohlstrahlrohr angekuppelt wird, kann diese in den Boden geleitet werden, sodass ein B-Hohlstrahlrohr auch mit zwei Feuerwehrleuten gehalten werden kann. Kräfteschonender ist es jedoch, wenn drei Feuerwehrleute ein B-Hohlstrahlrohr vornehmen.

Bild 5: Unmittelbar nach der Übung werden die Gerätschaften wieder zurückgebaut und Fahrzeug verlastet, um die Einsatzbereitschaft schnell wieder herzustellen. Trotz aller Rödelei zeigen die Gesichter, dass Feuerwehr Spaß macht! 😉

Bild 6: Den Abschluss einer jeden Übung bildet die Nachbesprechung: hierbei werden zum einen der Übungsablauf reflektiert und zum anderen offene Fragen geklärt.

         

         

Am Dienstagabend zog ein für die Jahreszeit ungewöhnlich heftiges Gewitter mit Hagel und Starkregen insbesondere über das westliche und das südliche Stadtgebiet. Bereits kurz nach Abzug des Gewitters wurde der Löschzug 750 alarmiert, da die Sermer Straße im Bereich des Dionysiuswegs überflutet war. Vor Ort wurde zum einen festgestellt, dass die Fahrbahn bis zu 10cm tief unter Wasser stand. Zum anderen wurden durch den rapiden Wasseranstieg in der Kanalisation mehrere Gullydeckel hochgedrückt, wodurch sich Gefahrenstellen bildeten. Damit das Wasser abfließen konnte, reinigten die Einsatzkräfte zunächst die Schmutzkörbe der Gullys, anschließend wurden die hochgedrückten Gullydeckel wieder eingesetzt.

Im Laufe des Abends wurden durch den Löschzug 750 sieben weitere unwetterbedingte Einsätze abgearbeitet. Die Einsatzstellen befanden sich dabei in den Stadtteilen Hüttenheim, Serm und Ungelsheim sowie schwerpunktmäßig in Rahm. So musste an der Straße „Am Weidengraben“ ein Heizungskeller ausgepumpt werden, in dem das Wasser ca. 30cm hoch stand. An der Straße „Zur Kaffeehött“ musste zudem ein großer Keller gelenzt werden. Aufgrund der Wassermenge kamen hierbei zwei Tauchpumpen sowie ein Wassersauger zum Einsatz. In den übrigen fünf Fällen lautete das Stichwort ebenfalls „Wasser in Keller“, die Mengen waren jedoch so gering, dass ein Eingreifen der Feuerwehr nicht mehr nötig war.

Nachdem sich die Lage beruhigte, wurde das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug kurz nach Mitternach zum Standort disponiert, um den Grundschutz im Wachgebiet sicherzustellen. Die letzten Einsatzkräfte des Löschzuges 750 rückten hingegen erst gegen 0:45 wieder ein.

Weitere Informationen: Neue Ruhr Zeitung 2018-04-11

Bei Temperaturen von über 20 Grad wird nach einem langen Winter nun das erste frühlingshafte Wochenende des Jahres (sehnsüchtig) erwartet. Viele werden dieses Wetter zum Angrillen nutzen. Doch leider kommt es immer wieder zu Grillunfällen, pro Jahr liegt ihre Anzahl deutschlandweit im mittleren vierstelligen Bereich. Die Folgen reichen dabei von Verbrühungen bis hin zu schwersten Verbrennungen, aber auch Brände können aus einem Grillunfall resultieren. Damit das Grillvergnügen nicht in einem Desaster endet, folgen einige Sicherheitstipps und Erste Hilfe-Maßnahmen. Ein Hauptaugenmerk liegt dabei auf Gasgrills, die in den vergangenen Jahren immer beliebter geworden sind.

 

Allgemeine Tipps

– es ist darauf zu achten, dass der Grill einen sicheren Stand hat (geeignet ist insbesondere ein ebener, fester Untergrund)

– beim Aufstellen des Grills ist Abstand zu brennbaren Materialien zu halten (Mindestabstand fünf Meter)

– im öffentlichen Raum darf nur an ausgewiesenen Plätzen gegrillt werden (niemals im Wald oder auf Grünflächen)

– den Grill nie unbeaufsichtigt lassen – vor allem Kinder dürfen nicht in Reichweite des Grills spielen; Kinder sollten einen Grill zudem nicht anzünden oder bedienen

– zum Anzünden des Grills niemals Spiritus oder andere Brandbeschleuniger, sondern stattdessen feste Grillanzünder aus dem Fachhandel verwenden

– beim Grillen spezielle Werkzeuge (z. B. lange Zangen) oder Grillhandschuhe benutzen und niemals mit Kunstfasertextilien am Grill stehen (diese können bei Wärme schmelzen)

– geeignete Löschmittel wie Eimer mit Wasser oder Sand, Feuerlöscher oder Löschdecke bereithalten

– brennendes Fett nur mit einer Löschdecke oder einem Pulverlöscher bekämpfen, jedoch niemals mit Wasser löschen, da dabei eine große Stichflamme entsteht

– zur Vermeidung von Fettbränden Fettauffangschalen aus Aluminium verwenden

– nach dem Grillen das Feuer vollständig löschen sowie die Glut anschließend beaufsichtigt auskühlen lassen und entsorgen – aber nicht auf Komposthaufen, in Kartons oder anderen brennbaren Behältern

– Einmalgrills sowie den Boden darunter mit Wasser löschen und abkühlen

– bei schlechtem Wetter niemals in geschlossenen Räumen mit Kohle grillen oder die Kohle ausglühen lassen, da dabei die Gefahr eine Kohlenmonoxid-Vergiftung besteht

Sonderinformation Gasgrill

– Schläuche und Druckregler sachgerecht verbinden, andernfalls kann Gas ausströmen und sich schlagartig entzünden (s. auch Einsatzbericht 7/2015)

– nach dem Gebrauch der Gasflasche unbedingt das Öffnungsventil schließen – zu beachten ist dabei, dass sie aufgrund des Linksgewindes links herum geschlossen und rechts herum geöffnet werden (bei Wasserhähnen ist dies genau anders herum)

– bei kleinen Gasflaschen (5- und 11 kg) kann der Regleranschluss ohne Werkzeug von Hand erfolgen, dagegen müssen bei Großflaschen (33 kg) die Ventile mit einem Schraubenschlüssel angezogen werden

– möglichst bei starkem Wind nicht grillen – hierbei kann ein Gasgrill erlischen und Gas weiterhin unkontrolliert austreten

Erste Hilfe-Maßnahmen

– sofort die Feuerwehr und den Rettungsdienst unter dem Notruf 112 alarmieren

– brennende Kleidung durch Wälzen auf dem Boden oder mit Decken ersticken bzw. schwelende Kleidung mit Wasser löschen

– verletzte Person/en aus dem Gefahrenbereich entfernen

– Kleidung soweit möglich entfernen, auf der Haut anklebende Kleidung jedoch am Körper belassen

– bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte Verbrühungen oder Verbrennungen anhaltend mit lau warmen Wasser (12° – 18°C) kühlen

Beim gestrigen Dienstabend übte der Löschzug 750 den Umgang mit den tragbaren Leitern. Zur Menschenrettung verfügen die Mündelheimer Feuerwehrleute über zwei Leitertypen: die dreiteilige Schiebeleiter (Rettungshöhe 12,20m / max. 3. Obergeschoss) sowie die vierteilige Steckleiten (Rettungshöhe ca. 7,60 m / max. 2. Obergeschoss).

Die angenommene Lage der Übung waren zwei Kinder, die nach dem Spielen aus zwei großen Bäumen gerettet werden mussten. So konnten beide Leitertypen eingesetzt und im Rahmen der Nachbesprechung anschaulich die Unterschiede sowie die Einsatzzwecke erläutert werden.

Nachfolgend sind drei Bilder der Übung mit Erläuterungen zu finden:

Bild 1: Wenn eine tragbare Leiter zum Einsatz kommt, dann wird diese von vier Feuerwehrleuten (zwei Trupps bestehend aus je einem Truppführer und einem Truppmann) vorgebracht und aufgestellt. Der am Leiterkopf befindliche Truppführer gibt die Kommandos um das Handling der Leiter zu koordinieren. Er bestimmt die Marschrichtung, die Aufstellposition sowie die Ausrichtung der Leiter.

Bild 2: Auf dem mittleren Bild ist die dreiteilige Schiebleiter zu sehen. Zu erkennen ist sie an den beiden Stützen, die sich rechts und links an den Leiterholmen befinden. Aufgrund ihrer Länge dient die dreiteilige Schiebleiter vor allem in dicht bebauten Quartieren als optionaler Rettungs- und Angriffsweg zur Drehleiter.

Bild 3: Im rechten Bild ist die vierteilige Steckleiter zu sehen. Sie ist in vier gleich lange Einzelteile zerlegbar und dadurch flexibel einsetzbar. Dementsprechend vielseitig sind die Einsatzzwecke: So kann sie wie die dreiteilige Schiebleiter als optionaler Rettungs- oder Angriffsweg genutzt werden. Aus den einzelnen Leiterteilen kann aber auch eine Bockleiter gebaut werden, mit der etwa Personen aus Schächten gerettet werden können. Auch kann die Steckleiter für einen sogenannten Leiterhebel – einer Methode zur Personenrettung aus geringen Höhen – vermendet werden.

         

Der Löschzug 750 wurde am frühen Abend des Karsamstags zur Tragehilfe zu einem medizinischen Notfall nach Serm gerufen. Dort befand sich in einer Dachgeschosswohnung eines Zweifamilienhauses eine verletzte Person, welche die Besatzung des eingesetzten Rettungswagens alleine nicht sicher durch das enge Treppenhaus befördern konnte. Die Person wurde durch die Feuerwehr mittels Schleifkorbtrage aus dem Haus getragen und anschließend an den Rettungsdienst übergeben.

Am späten Samstagabend wurden der Rettungsdienst und der Löschzug 750 zu einem medizinischen Notfall in die Straße „Zum Grind“ gerufen. Dort befand sich in einer verschlossenen Wohnung eine hilflose Person, die nicht mehr selbstständig die Türe öffnen konnte. Beim Eintreffen der Feuerwehr war die Wohnungstüre bereits geöffnet, sodass eine Notfalltüröffnung nicht notwendig war. Zwei rettungsdienstlich ausgebildete Mitglieder des Löschzuges betreuten die Person bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes, der anschließend die medizinische Versorgung übernahm. Im weiteren Verlauf des Einsatzes unterstützte der Löschzug 750 den Rettungsdienst beim Patiententransport und leistete dabei Tragehilfe.

Aufgrund einer vermeintlich im Rhein treibenden Person rückte die Feuerwehr Duisburg am Freitagabend mit einem Großaufgebot zunächst zur Mündelheimer Rheinbrücke aus. Nach kurzer Suche stellte sich jedoch heraus, dass sich die Einsatzstelle nördlich von Rheinheim befand. Dort entdeckte ein Angler auf den Kribben eine leblose Person, der herbeigerufene Notarzt konnte leider nur noch den Tod feststellen. Da das Gelände durch die Topographie sowie die Beschaffenheit der Kribben schwerer zugäglicher war, unterstützte der Löschzug 750 die Polizei bei der Bergung des Leichnams. Nachdem dieser an die Beamten übergeben wurde, konnten die Einsatzkräfte an ihren Standort zurückkehren.

Traditionell werden in rund einem Monat wieder zahlreiche Osterfeuer im Stadtgebiet angezündet. Brauchtumsfeuer müssen allerdings jeweils vier Wochen vorher offiziell beim Bürger- und Ordnungsamt der Stadt Duisburg angemeldet werden (diese Dienstleistung ist im Übrigen kostenfrei!). Somit läuft die Anmeldefrist für die Osterfeuer zum Ende der Woche ab. Das Formular zur Anmeldung von Brauchtumsfeuern sowie Ansprechpartner finden sich auf der Internetseite der Stadtverwaltung: Brauchtums- / Osterfeuer anmelden

Beim Abbrennen der Osterfeuer sind allerdings folgende Hinweise zu beachten:

– Osterfeuer sind nur zwischen Karsamstag und Ostermontag in der Zeit von 16:00 bis 22:00 Uhr erlaubt.
– Das Abbrennen des Osterfeuers muss offensichtlich dem Brauchtum dienen und ist einer gewissen Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
– Es dürfen nur unbehandelte Hölzer verbrannt werden. Zur Vermeidung einer starken Rauchentwicklung sollten außerdem nur trockene Materialien verbrannt werden.
– Ein ausreichender Sicherheitsabstand zu Gebäuden, brennbaren Stoffen, Bäumen, Sträuchern und Hecken ist einzuhalten.
– Am Tag des Abbrennens ist das Brennmaterial umzuschichten. So wird verhindert, dass kleine Tiere, die sich im Schichtmaterial aufhalten oder verstecken könnten, in den Flammen verbrennen.
– Es ist besonders darauf zu achten, dass Kinder einen ausreichenden Sicherheitsabstand zum Osterfeuer einhalten und sich nicht unmittelbar in den auftretenden Rauchschwaden aufhalten.
– Bei der Anmeldung muss eine volljährige verantwortliche Aufsichtsperson benannt werden.
– Weitere Auskünfte gibt das Sachgebiet „Öffentliche Sicherheit und Ordnung“ im zuständigen Bezirksamt.
– Nicht immer handelt es sich an den Ostertagen bei einem Feuer auch um ein Brauchtumsfeuer (s. Einsatzberich 13/2016). Sollten Sie etwas Verdächtiges wahrnehmen, dann zögern Sie nicht und alarmieren die Feuerwehr unter der Notrufnummer 112!

In drei Tagen ist es soweit – dann beginnt der Vorverkauf für den Rheinischen Abend am 30.06., in dessen Rahmen die Kölner Kultband „De Räuber“ ein 90-minütiges Konzert spielen werden. Die Karten können im VVK für 14,- Euro erworben werden. An folgenden Vorverkaufsstellen können die Karten gekauft werden:

Mündelheim: Backfé, Zum Grind 2; Reisebüro Radtke, Zum Grind 57; Gaststätte Kreifelts, Am Seltenreich 77
Serm: Reini‘s Stehkaffee, Dorfstraße 146; Jeanina Danek Friseurmeisterin, Dorfstraße 132
Ungelsheim: Ungelsheimer Treff, Sandmüllersweg 50
Huckingen: Bäckerei Bolten, Düsseldorfer Landstraße 257
Buchholz: Treffpunkt für gepflegte Leute Textilreinigung, Münchener Straße 22

Darüber hinaus gibt es noch die Möglichkeit der Online-Bestellung: Möglich ist sie unter ffmuendelheim112jahre@t-online.de

Unter der Adresse können natürlich auch Rückfragen gestellt werden! 😉