Beim gestrigen Dienstabend übte der Löschzug 750 den Umgang mit den tragbaren Leitern. Zur Menschenrettung verfügen die Mündelheimer Feuerwehrleute über zwei Leitertypen: die dreiteilige Schiebeleiter (Rettungshöhe 12,20m / max. 3. Obergeschoss) sowie die vierteilige Steckleiten (Rettungshöhe ca. 7,60 m / max. 2. Obergeschoss).

Die angenommene Lage der Übung waren zwei Kinder, die nach dem Spielen aus zwei großen Bäumen gerettet werden mussten. So konnten beide Leitertypen eingesetzt und im Rahmen der Nachbesprechung anschaulich die Unterschiede sowie die Einsatzzwecke erläutert werden.

Nachfolgend sind drei Bilder der Übung mit Erläuterungen zu finden:

Bild 1: Wenn eine tragbare Leiter zum Einsatz kommt, dann wird diese von vier Feuerwehrleuten (zwei Trupps bestehend aus je einem Truppführer und einem Truppmann) vorgebracht und aufgestellt. Der am Leiterkopf befindliche Truppführer gibt die Kommandos um das Handling der Leiter zu koordinieren. Er bestimmt die Marschrichtung, die Aufstellposition sowie die Ausrichtung der Leiter.

Bild 2: Auf dem mittleren Bild ist die dreiteilige Schiebleiter zu sehen. Zu erkennen ist sie an den beiden Stützen, die sich rechts und links an den Leiterholmen befinden. Aufgrund ihrer Länge dient die dreiteilige Schiebleiter vor allem in dicht bebauten Quartieren als optionaler Rettungs- und Angriffsweg zur Drehleiter.

Bild 3: Im rechten Bild ist die vierteilige Steckleiter zu sehen. Sie ist in vier gleich lange Einzelteile zerlegbar und dadurch flexibel einsetzbar. Dementsprechend vielseitig sind die Einsatzzwecke: So kann sie wie die dreiteilige Schiebleiter als optionaler Rettungs- oder Angriffsweg genutzt werden. Aus den einzelnen Leiterteilen kann aber auch eine Bockleiter gebaut werden, mit der etwa Personen aus Schächten gerettet werden können. Auch kann die Steckleiter für einen sogenannten Leiterhebel – einer Methode zur Personenrettung aus geringen Höhen – vermendet werden.