Feuerwehr Duisburg · Mündelheim
Gut vorbereitet.
Richtig handeln.
Dein Ratgeber für mehr Sicherheit im Alltag. Was du heute vorbereiten kannst – und was im Notfall wirklich zählt.
Wenn es brennt.
Deine Sicherheit geht vor. Warne andere, ohne dich selbst in Gefahr zu bringen, und alarmiere frühzeitig die Feuerwehr.
Raus auf sicherem Weg.
- Verlasse die Wohnung, wenn der Fluchtweg frei von Rauch ist. Lass Gegenstände zurück.
- Ziehe Türen hinter dir zu. Nicht abschließen, keinen Aufzug benutzen.
- Rufe 112 von einem sicheren Ort. Warte draußen auf die Feuerwehr und weise sie ein.
- Gehe nicht zurück in das Gebäude.
Bleib aus dem Rauch.
- Ist deine Wohnung nicht vom Brand betroffen, bleibe dort und halte die Wohnungstür geschlossen.
- Betritt niemals ein verrauchtes Treppenhaus.
- Rufe 112. Nenne deine genaue Adresse, Etage und die Anzahl der Personen.
- Mache dich am Fenster oder Balkon bemerkbar. Folge den Anweisungen der Leitstelle.
Zum Weiterlesen: BBK · Verhalten im Brandfall und DFV/vfdb · Verhalten im Brandfall (PDF).
Sicherheit beginnt zuhause.
Kleine Gewohnheiten können Brände verhindern. Fang dort an, wo täglich Hitze, Strom oder offene Flammen im Spiel sind.
Fettbrand? Niemals Wasser.
Herd nur ausschalten und einen passenden Deckel auflegen, wenn das gefahrlos möglich ist. Den Topf nicht bewegen. Bei Gefahr zurückziehen und 112 rufen.
Für Speiseöl- und Fettbrände sind Löschmittel der Brandklasse F vorgesehen. Eine Löschdecke ist keine verlässliche Standardlösung.
Flammen im Blick behalten.
Herd und Kerzen nicht unbeaufsichtigt lassen. Abstand zu Vorhängen und anderen brennbaren Dingen halten.
Nicht im Bett rauchen. Glut vollständig löschen und abkühlen lassen. Zündmittel für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Der Weg nach draußen zählt.
Treppenräume und Ausgänge frei halten. Besprich mit deiner Familie, wie ihr das Haus sicher verlasst und wo ihr euch draußen trefft.
Denke dabei auch an Kinder und Menschen, die Unterstützung benötigen.
Rauchmelder: Wo gehören sie hin?
In NRW sind Rauchwarnmelder in Schlafräumen, Kinderzimmern und Fluren vorgeschrieben, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen.
Montiere und prüfe sie nach Herstellerangaben. Beachte Stör- und Batteriewarnungen sowie die vorgesehene Austauschfrist. Vernetzte Melder können helfen, einen Alarm auch in entfernten Räumen zu hören.
Ein normaler Rauchmelder erkennt kein Kohlenmonoxid. Dafür sind geeignete CO-Melder erforderlich.
Feuerlöscher: Welcher passt zu mir?
Entscheidend sind die auf dem Gerät angegebenen Brandklassen. Ein ABC-Löscher ist nicht automatisch für Speiseöl- und Fettbrände geeignet; dafür brauchst du die Kennzeichnung F.
Lass dich zur Auswahl beraten, halte das Gerät zugänglich und mache dich vor einem Notfall mit der Bedienung vertraut. Wartung und Prüffristen mit Hersteller oder Fachbetrieb klären.
Quellen: Bauportal NRW · Rauchwarnmelder, DGUV · Einsatz von Löschdecken (PDF), BBK · Brandschutz.
Heute ein bisschen vorsorgen.
Du musst nicht alles auf einmal erledigen. Baue deine Vorräte Schritt für Schritt auf und passe sie an deinen Haushalt an.
Deine Checkliste · zum Abhaken und Ausdrucken
Das bleibt zuhause.
Das kommt mit.
So bleibst du informiert.
Die Liste ist ein Einstieg. Häkchen gelten für die aktuelle Seitenansicht und werden nicht dauerhaft gespeichert. Ausführliche Planung: BBK · Vorsorgen für Krisen und Katastrophen (PDF).
Wenn der Alltag ausfällt.
Beachte amtliche Warnungen und die Anweisungen der Einsatzkräfte. Gehe kein Risiko ein, um Gegenstände zu retten.
Licht an. Feuer aus.
Nutze bevorzugt LED- oder Taschenlampen. Halte Kühl- und Gefrierschränke geschlossen und spare Akkuladung für wichtige Kontakte.
Raus aus dem Keller.
Betritt keine überfluteten Keller oder Tiefgaragen. Es drohen Stromschläge und Einschluss durch steigendes Wasser. Fahre oder gehe nicht durch überflutete Bereiche.
Was kann ich vor Starkregen vorbereiten?
Lagere wichtige Unterlagen und Wertgegenstände frühzeitig außerhalb gefährdeter Kellerbereiche. Lass vorhandene Rückstausicherungen regelmäßig fachgerecht prüfen. Informiere dich über die Gefährdung deiner Adresse und verfolge lokale Warnungen.
Quellen: BBK · Kochen ohne Strom (PDF), BBK · Hochwasser.
Helfen beginnt mit dir.
Achte zuerst auf deine eigene Sicherheit. Die Leitstelle unterstützt dich am Telefon bei den nächsten Schritten.
Prüfen. Rufen. Drücken.
- Prüfen: Person laut ansprechen und vorsichtig an den Schultern rütteln. Keine Reaktion? Sofort Hilfe rufen.
- 112 anrufen: Telefon auf Lautsprecher stellen. Die Leitstelle unterstützt dich, auch bei der Atemprüfung. Keine normale Atmung oder nur Schnappatmung? Sofort mit der Herzdruckmassage beginnen.
- Drücken: In der Mitte des Brustkorbs 100–120 Mal pro Minute, 5–6 cm tief drücken. Nach jedem Druck vollständig entlasten.
- AED: Wenn weitere Helfende da sind, einen Defibrillator holen lassen. Gerät einschalten und seinen Ansagen folgen. Drücken nur so kurz wie nötig unterbrechen.
Wenn du in Beatmung geschult bist und sie durchführen kannst: 30-mal drücken, 2-mal beatmen. Andernfalls durchgehend drücken. Weitermachen, bis professionelle Hilfe übernimmt oder die Person wieder eindeutig Lebenszeichen zeigt und normal atmet.
CO ist unsichtbar. Die Gefahr ist real.
Kopfschmerzen, Schwindel oder Übelkeit können auf Kohlenmonoxid hinweisen – besonders, wenn mehrere Personen gleichzeitig betroffen sind. Bei Verdacht oder CO-Alarm: sofort ins Freie, von draußen 112 rufen und nicht zurückgehen. Bringe dich bei Rettungsversuchen nicht selbst in Gefahr.
Mehr erfahren: GRC · Reanimationsleitlinien, DRK · Wiederbelebung, Initiative CO macht K.O.. Ein Erste-Hilfe-Kurs gibt dir praktische Sicherheit.
Die richtige Nummer.
Notfallhilfe und Informationen zur Lage haben unterschiedliche Anlaufstellen.
Feuerwehr & Rettungsdienst
112Bei Bränden, schweren Unfällen und lebensbedrohlichen medizinischen Notfällen.
Polizei
110Bei akuter Bedrohung und polizeilichen Notfällen.
Gefahrentelefon Duisburg
0800 112 13 13Informationen zur Gefahrenlage. Kein Ersatz für den Notruf.
Was sage ich beim Notruf?
Nenne zuerst den genauen Ort: Stadt, Straße, Hausnummer, gegebenenfalls Etage oder auffällige Orientierungspunkte. Beschreibe kurz, was passiert ist. Beantworte die Fragen der Leitstelle und lege erst auf, wenn sie dich dazu auffordert.
Lokale Informationen: Stadt Duisburg · Informationen im Gefahrenfall.

