Vor zwei Wochen stand eine besondere Veranstaltung im Terminkalender des Löschzuges 750: Vom 12. bis zum 14. Oktober fand die diesjährige Kameradschaftstour der Einheit statt, die diesmal in die österreichische Hauptstadt führte. Am frühen Freitagmorgen brachen insgesamt 26 Angehörige der Einsatzabteilung sowie der Alters- und Ehrenabteilung nach Wien auf. Gegen 9:00 Uhr erreichten die Kameraden den Flughafen Wien-Schwechat, wo ein Reisebus auf die Duisburger Delegation wartete. Dieser brachte die Reisegruppe erst einmal in das rund 180 km westlich von Wien gelegene Leonding.

Im Vorort der niederösterreichischen Landeshauptstadt Linz befinden sich die Firmenzentrale sowie ein Werk der Firma Rosenbauer International AG, die zu den weltweit größten Herstellern von Feuerwehrgeräten gehört. Hier besuchten die Angehörigen des Löschzuges 750 das Werk, das erst im April 2014 seinen Betrieb aufnahm. In dieser Produktionsstätte werden die kommunalen Löschfahrzeuge der AT-Reihe sowie die bekannten Flugfeldlöschfahrzeuge des Modells „Panther“ angefertigt. Die Gruppe erhielt bei der Führung spannende Eindrücke in den Bau von Feuerwehrfahrzeugen sowie in die Herstellung von modernen Feuerwehrgeräten.

Nach rund drei Stunden in Leonding ging es am Nachmittag zurück nach Wien, das man am frühen Abend erreichte. Nachdem die Reisegruppe in ihrem Hotel nahe des Schlosses Belvedere eincheckte, ging es in Richtung Wiener Altstadt. Dort fand in einem Restaurant ein Kameradschaftsabend statt, ehe das nächtliche Wien erkundet wurde. An einer Station waren die Mitglieder des Löschzuges 750 passenderweise in ihrem Element: Gerade hatten sie im Außenbereich eines Cafés einer amerikanischen Gastronomiekette Platz genommen, als die Brandmeldeanlage auslöste. Noch bevor die Kameraden eingreifen konnten, gab die Geschäftsleiter Entwarnung: eine leichte Rauchentwicklung durch angebranntes Essen war die Ursache des Feueralarms.

Allzu lange konnte die Reisegruppe das Wiener Nachtleben jedoch nicht genießen, denn schon für Samstagmorgen stand der nächste Programmpunkt auf dem Plan: Hierbei wurden die Zentrale Feuerwache der Berufsfeuerwehr Wien und das ihr angeschlossene Feuerwehrmuseum besichtigt. Zunächst erhielt die Duisburger Gruppe einen Einblick in die über 300-jährige Geschichte der Wiener Berufsfeuerwehr, die zu den ältesten Berufsfeuerwehren der Welt gehört. Im Anschluss wurde dann die Feuerwache besucht. Dabei bekamen die Kameraden den Fuhrpark gezeigt, dazu erhielten sie ausführliche Informationen zur Organisation der Feuerwehr Wien sowie zum einsatztaktischen Vorgehen.

Danach ging es in die Leopoldstadt, wo sich der Wiener Prater befindet. Bekannt ist dieses sechs Hektar große Areal vor allem für seinen Freizeit- und Vergnügungspark. Dort besuchte die Reisegruppe zunächst die Wiener Wiesn – dem Pendant zum Münchener Oktoberfest. Anschließend wartete ein besonderes Highlight auf die Gruppe: für den späten Nachmittag hatte die Reiseleitung zwei Kabinen des bekannten Riesenrades reserviert. Bei mehreren Runden konnten die Angehörigen des Löschzuges eine wunderbare Aussicht sowie einen tollen Sonnenuntergang genießen. Ausklingen ließ man den Abend im ebenfalls weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannten Schweizer Haus.

Am Sonntagvormittag stand mit einer Stadtrundfahrt der letzte Programmpunkt der diesjährigen Tour an. Ein Großteil der Kameraden nahm an einer Segway-Tour teil, die restlichen Gruppenmitglieder steuerten mit einem Oldtimer die Sehenswürdigkeiten Wiens an. Im Fokus hierbei stand die Ringstraße, die im 19. Jahrhundert als Prachtmeile des damaligen Kaiserreiches angelegt wurde. Hier befinden sich neben dem österreichischen Parlament, dem Rathaus und der Universität zahlreiche Kultureinrichtungen wie das Burgtheater, das Natur- oder das Kunsthistorische Museum. Das bedeutendste Bauwerk ist allerdings die Hofburg, die Residenz der früheren Kaiserinnen und Kaiser, in der auch Sissi mit ihrem Franz lebte. 😉 An dieser ehrwürdigen Stelle endete die Kameradschaftstour 2018…

Wobei hier der Wien-Aufenthalt noch nicht ganz vorbei war, er ging vielmehr in eine unfreiwillige Verlängerung. Keine drei Stunden vor der Abreise wurde die Reisegruppe darüber benachrichtigt, dass der Rückflug nach Düsseldorf gestrichen wurde. Doch glücklicherweise wurde schnell Abhilfe geschaffen, indem die Tickets auf andere Flüge umgebucht wurden. Bis zum Abflug verblieb dann noch etwas Zeit, um dieses unvergessliche Wochenende Revue passieren zu lassen…

An dieser Stelle bedankt sich der Löschzug 750 bei der Firma Rosenbauer und bei der Berufsfeuerwehr Wien für die tollen Führungen sowie bei unserem Guide Charly für die Segway-Tour. Ein besonderer Dank gilt allerdings unserem Kameraden Günter Rose, der diese Tour wie schon viele andere wieder einmal hervorragend organisiert hat. Ohne ihn wäre dieses Wochenende in dieser Form nicht möglich gewesen, deshalb: Danke Fedel!