Der Donnerstag zwei Wochen vor Altweiber ist inzwischen beim Löschzug 750 traditionell durch den Karneval gekennzeichnet. Wie in den vergangenen Jahren machte die Karnevalsgesellschaft Südstern Serm an diesem Donnerstag im Rahmen ihrer Prinzentour Station am Gerätehaus an der Barberstraße. Der Höhepunkt war dabei die Vorstellung der diesjährigen Tollität Prinz Micha I. (Michael Weber) mit seinem Hofmarschall Flo (Florian Hümbs). Begleitet wurde die Prinzencrew von sämtlichen Gruppen der Karnevalsgesellschaft, etwa dem Elferrat, der Prinzengarde oder den Amazonen.

Zwei Stunden zuvor war zum ersten Mal die Kinderprinzencrew beim Löschzug 750 zu Gast. Prinz Luis I. und sein Hofmarschall Tim hatten sich einen Besuch bei der Feuerwehr gewünscht und diesem Wunsch ist der Löschzug 750 gerne nachgekommen. So nahmen sich die Feuerwehrleute ausreichend Zeit und zeigten dem närrischen Nachwusch u.a. die Fahrzeuge des Löschzuges.

Doch der Löschzug 750 konnte an diesem Donnerstagabend noch weitere Gäste begrüßen: eine Abordnung des Sachgebietes Freiwillige Feuerwehr machte sich auf den Weg nach Mündelheim, um den 2. stellvertretenden Löschzugführer Ulrich Putscher zu überraschen. Ulrich Putscher trat 1993 in die damalige Löschgruppe 705 ein und konnte 2018 sein 25-jähriges Dienstjubiläum feiern, allerdings konnte er urlaubsbedingt nicht an der Ehrung der Stadt Duisburg teilnehmen. Diese Ehrung wurde nun mit der Verleihung des Feuerwehr-Ehrenzeichens des Landes Nordrhein-Westfalen in silber nachgeholt.

An dieser Stelle bedankt sich der Löschzug 750 bei Ulrich Putscher für seine lange Einsatzbereitschaft sowie die Verdienste für den Löschzug!

Abschließend bedankt sich der Löschzug 750 bei der Karnevalsgesellschaft Südstern Serm für den Besuch und wünscht eine schöne Session 2020!

Weitere Bilder von Donnerstagabend sind auf der Internetseite der KG Südstern Serm zu finden: https://www.kg-suedstern-serm.de/

Im Spätwinter 1990 richtete die markanteste Sturm- und Orkantiefserie seit Beginn der Wetteraufzeichnung schwere Schäden in Mitteleuropa an. In rascher Abfolge betrafen drei dieser Tiefs unter anderem Westdeutschland und sorgten für reichlich Arbeit bei den Feuerwehren und Hilfsorganisationen.

Den Auftakt machte heute vor 30 Jahren, am 25. Januar 1990, das Orkantief „Daria“, dessen Orkanböen bis zu 150 km/h erreichten. An diesem Tag nahm unter anderem der Duisburger Stadtwald schwere Schäden, gegen 19:00 Uhr gab es zudem einen Stromausfall, der nahezu alle Stadtteile betraf. Dazu wurden durch die Feuerwehr im gesamten Stadtgebiet über 500 sturmbedingte Einsätze abgearbeitet. Auch der Löschzug 750 (damals noch als Löschgruppe 705 organisiert) war ab 17:15 Uhr im Dauereinsatz. Dabei wurden mehrfach umgestürzte Bäume von Fahrbahnen geräumt sowie Gefahrenstellen durch herabstürzende Bauteile abgesichert. Ein Einsatz endete glimpflich, bei dem auf einer Bundesstraße ein Baum auf einen fahrenden PKW stürzte. Erst nach Mitternacht rückten die letzten Kräfte der Einheit an ihren Standort zurück.

Nur neun Tage später zog das Randtief „Herta“ über Südwestdeutschland und erreichte am Niederrhein schwere Sturmböen zwischen 90 und 100 km/h. In Folge des Sturmtiefs wurde die Löschgruppe 705 wurde gegen 22:00 Uhr in Bereitschaft versetzt. Aus dieser rückte sie zu einem umgestürzten Baum in Mündelheim aus.

Für deutlich mehr Arbeit sorgte am 26. Februar 1990, dem Rosenmontag, das Orkantief „Vivian“. Aus Sicherheitsgründen wurde bereits im Vorfeld der Duisburger Rosenmontagszug abgesagt. Orkanböen bis 130 km/h sorgten für abgedeckte Dächer und zahlreiche umgestürzte Bäume, in Hochfeld kippte gar ein Verladekran auf einem Werksgelände um. Insgesamt zählte die Feuerwehr Duisburg über 400 Einsätze, 14 davon wurden durch die Löschgruppe 705 abgearbeitet. Dabei fand sich eine Einsatzstelle im Zoo Duisburg, wo ein Baum nahe des Robbengeheges umstürzte. Gegen 19:00 konnten die Angehörigen der Einheit den letzten Sturmeinsatz an diesem Tag abarbeiten.

Quellen:

Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Mündelheim/Ehingen/Serm

Sturmserie im Januar/Februar 1990 (Kachelmannwetter)

Ungewöhnliche Sturm-/Orkanserie im Winter 1989/1990 (Sturmwetterblog)